Die Benefiz-Anthologie Love is Love ist heute erschienen

Endlich ist es soweit … heute ist die Benefiz-Anthlogie „Love is Love“ – Romantische Kurzgeschichten gegen Homophobie erschienen!

ebook-cover-love-is-loveÜber 15 Autor*innen zeigen in ihren Kurzgeschichten und Gedichten rund um die Themen Liebe, Partnerschaft, Respekt, Homophobie und Ehe: Love is Love. Liebe ist Liebe
Wir alle haben dieselben Bedürfnisse, lieben mit derselben Inbrunst, leiden dieselben Qualen, erfreuen uns an denselben Glücksmomenten. Ob homo- oder heterosexuell, spielt dabei keine Rolle.
Liebe ist Liebe. Verantwortung ist Verantwortung. Und Ehe ist Ehe!
Menschen auf der ganzen Welt sollten – unabhängig von Nationalität, Religion, Hautfarbe, sexueller Identität oder Orientierung – heiraten dürfen, für wen auch immer ihr Herz schlägt. Wir sind alle gleich und lieben somit auch auf dieselbe Weise.

Mitwirkende Autor*innen sind:
France Carol, Màili Cavanagh, Madison Clark, Detail, Sitala Helki, Alex Kenny, Savannah Lichtenwald, Tanja Meurer, Karolina Peli, Elana Rain, Jens Rettberg, Ani Rid, Michael Schwarz, Juliane Seidel, Angie Snow, Karo Stein, Daniel Swan, Marc Weiherhof, Dieter Wischnewski

Der Erlös der Benefiz-Anthlogie geht zu 100% an die Initiative
ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!
www.enough-is-enough.eu

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Die Anthlogie ist als ebook und als Taschenbuch erhältlich! Es wird auch noch bei Thalia, Weltbild, BOL und Co erscheinen. Sobald ich näheres dazu weiß, gebe ich euch gleich bescheid.
Die offizielle Leseprobe findet ihr bei BookRix
Weitere Infos findet ihr direkt auf der Webiste Autor*innen gegen Homophobie – Love is Love

Ich selbst bin mit meiner Geschichte „Zehn Jahre danach“ von Madison Clark vertreten. Und ihr bekommt von mir auch einen kleinen Textschnipsel …

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Plötzlich sah er in zwei wunderschöne glänzende grüne Augen. Sie kamen langsam näher und zogen ihn förmlich in ihren magischen Bann. Sein Herzschlag beschleunigte sich. Aber erst als Adam ihn an der Schulter anstupste, wurde ihm bewusst, dass er nicht träumte. Es war wahrhaftig Liam, der über das Gras zum Podium lief und kurz davor stehen blieb.
Die Standesbeamtin unterbrach sich und hinter Sarah und ihm wurde Gemurmel laut, aber davon ließ er sich nicht beirren. Liam war zurückgekehrt und nur das zählte. Inzwischen schlug sein Herz in einem wilden Rhythmus, seine Kehle war trocken und ein heißkaltes Kribbeln erfasste seinen Körper. Schmetterlinge wuselten in seinem Bauch umher. Seine Entscheidung war gefallen, er würde Liam nie wieder gehen lassen.
David wandte sich an Sarah, die ihn lächelnd ansah und nickte. Mehr wollte er nicht von ihr. Doch bevor er ging, hauchte er ihr einen sanften Kuss auf die Wange und flüsterte ihr ein »Danke« ins Ohr.
Dann hielt ihn nichts mehr auf. Unter entsetzten Rufen und lautem Stimmengewirr stieg er vom Podium und schritt langsam auf Liam zu. Schließlich standen sich beide gegenüber. Dunkelbraun traf auf Hellgrün und ihrer beider Augen leuchteten.

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Neuerscheinung: Verloren ohne dich (Gay Romance) von Jana Martens

Wie wahrscheinlich schon einige von euch mitbekommen haben, schreibe ich seit diesem Jahr ausschließlich unter meinen beiden Pseudoymen. Und unter Jana Martens ist am 10. Dezember mein erster Roman erschienen.

bestseller-amazon

verloren-ohne-dich-vorneerschienen bei Bookshouse (erhältlich als eBook und Taschenbuch)
ISBN: 978-9963526697
ASIN: B00QT2553K
andere eBook Formate gibt es direkt beim Verlag (epub, PDF)

Klappentext:
Lucas wird nach dem tödlichen Autounfall seiner Eltern von der Familie Patton adoptiert, doch Liebe und Anerkennung bleiben für ihn Fremdwörter. Inzwischen ist er achtzehn Jahre alt und wird als kostenlose Arbeitskraft missbraucht. Sein Adoptivvater schlägt ihn grundlos, seine Adoptivmutter schikaniert ihn, wo sie nur kann. Eines Tages tritt der freche Nachbarssohn Ben in sein Leben und Lucas’ Welt steht plötzlich Kopf. Die beiden werden Freunde und endlich scheint sein trostloses Dasein einen Sinn zu ergeben. Ben zeigt Lucas, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, vor allem aber, was Freundschaft wirklich bedeutet. Unerwartet spielen ihre Gefühle füreinander verrückt und sie verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Eine zarte und gleichsam leidenschaftliche Liebe entbrennt, doch sie wird durch ein Netz aus Lügen auf eine harte Probe gestellt.

Eine LESEPROBE findet ihr direkt bei Bookshouse auf der Verlagsseite.

Buchtipp zu Weihnachten: Die geheimnisvollen Fälle des Mr. Pattapu

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Der Perserkater Sir Parzival of Purrham, kurz Pattapu, erbt von seinem verstorbenen Herrn Major Fowley ein altes Haus an der englischen Küste. Gemeinsam mit seiner Gefährtin Melody und der Haushälterin Rosie könnte er dort seinen Lebensabend verbringen, wenn nicht plötzlich angebliche Verwandte aus Übersee Anspruch auf das Haus erheben würden.
Ein kleiner Katzendetektiv aus dem alten England kämpft mit seinen Freunden gegen Erbschleicher, Einbrecher und Schmuggler. Dabei erlebt er spannende Abenteuer.

Die Katzenkrimis für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene sorgen für viel Spaß!

Dieser Sammelband beinhaltet die Einzelbände:

  1. Mr. Pattapu und das Geheimnis des alten Hauses
  2. Mr. Pattapu und das Geheimnis der Morning Rose
  3. Mr. Pattapu und das Geheimnis der Vier

Der Sammelband gibt es als eBook und Taschenbuch

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Leseprobe aus “Mr. Pattapu und das Geheimnis des alten Hauses“

Pattapu, Melody und Lola starrten auf die Wand mit dem Weinregal und den kostbaren Flaschen darin. „Also laut der Karte MUSS hier irgendwo der Eingang sein“, behauptete der Perserkater und verglich nochmal die Aufzeichnungen mit der Himmelsrichtung, die darauf angegeben war. Seine silbergraue Kollegin beobachtete inzwischen eher ängstlich die Umgebung. Lola, die neben ihr stand, fand das übertrieben. Offenbar hatte diese Katze Angst vorm schwarzen Mann. Dennoch hatte auch sie das Gefühl, dass sie hier unten nicht allein waren. Diese Annahme wurde auch gleich bestätigt.

„Hamm´s a Tokajer für a durstiges Spinnerl?“, kam eine zarte Stimme aus Richtung Deckenbalken. Sie blickten nach oben und sahen ein achtbeiniges, stark behaartes Geschöpf von herab schweben. Die Spinne erkannte jetzt Melody und grüßte sie höflich „Servus, gnä´ Frau! I hoab ganz vergess´n, mi beim letzten Mal vorzustellen. Eduard Arachnide is mei Name.“ Bei seiner Ansprache begann Melody erneut zu zittern.

„Mach doch einfach die Augen zu, wenn du solche Angst vor Spinnen hast“, gab Lola ihr den guten Rat und knuffte sie freundschaftlich in die Seite. Melody befolgte ihn. Ich sehe nichts, dann sieht die Spinne mich auch nicht, versuchte sie sich innerlich einzureden, während sie ihre schönen, goldgrünen Augen fest zusammenkniff, obwohl sie versucht war, ein klein wenig zu blinzeln. Zumindest das Zittern hörte auf.

„Also, hm, ich habe keine Ahnung, ob der Major hier Tokajer lagerte“, erwiderte Pattapu den Spinnengruß ziemlich ratlos. „Wir sind eher auf der Suche nach einer Geheimtür oder etwas ähnlichem.“

Die Spinne kicherte. „Mei, doch net in der Woand, ihr Depperten, im Boden müsst´s schau´n.“

„Im Bo – schnööööö“

Melody gluckste hinter ihm. Erst hörte es sich an wie ein Schluckauf. Dieses Glucksen steigerte sich zu einem unterdrückten Lachen und plötzlich platzte es aus ihr heraus. Sie konnte einfach nicht mehr an sich halten und rollte sich kichernd über den staubigen Boden, wobei ihr Fell eine schmutziggraue Farbe annahm. Pattapu sah sie strafend an. Na, wenigstens wird sie eine Menge Fellpflege brauchen, bis sie ihre alte Farbe wieder hat, dachte er voller Genugtuung und blickte dann hinüber zu dem Rattenmädchen.

Lola lächelte ihn steif mit ihren überlangen Vorderzähnen an, wobei nicht feststand, ob es sich nicht eher um ein hämisches Grinsen handeln könnte. Eduard betrachtete das Verhalten seiner neuen Bekannten eher distinguiert von oben herab baumelnd. „Damische Bazis, damische“, murmelte er, krabbelte an seinem Faden wieder an die Decke und verzog sich in sein Netz. Diese Ausländer waren ihm schlichtweg suspekt.

Mr. P. ignorierte die immer noch kichernde Melody und Lolas steifes Grinsen, um den Kellerboden abzusuchen. Er schob etliche Kartons und leere Körbe beiseite, bis er schließlich im Boden eine Falltür mit einem eisernen Zugring entdeckte.

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Außerdem gibt es eine eigene Fanseite bei Facebook: http://www.facebook.com/Mr.Pattapu

Über die Autorin:
Die Autorin Carola Kickers liebt Katzen und schreibt normalerweise im Dark Fantasy und Mystery-Bereich. Ihre Vierbeiner begleiten sie ein ganzes Leben lang. Ihr Perserkatzer Robin und die Kartäuserdame Winnie, beide nunmehr 10 Jahre alt, haben sie zu diesem wunderschönen Katzenbuch inspiriert.
Mehr über die Autorin auf www.mck-music.com

Buchvorstellung: Verraten und Verkauft (Gay-Romance-Thriller)

Eine gelungene Mischung aus Spannung, homoerotischer Liebe, Action und Sex.
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Verraten und Verkauft (Gay-Romance-Thrill) aus der Feder von Madison Clark
Autorin bei Facebook
ISBN 978-3-945118-40-5 (eBook) … weitere eBook-Formate bei beam-ebooks.de
ISBN 978-3-945118-42-9 (Print)
ca. 276 Seiten
erschienen im MAIN Verlag

LESEPROBE

Klappentext:
Marc ist ein aufstrebender Rechtsanwalt. Als er einen neuen Klienten vertritt, scheint zunächst alles wie ein ganz normaler Fall auszusehen. Noch bevor er anfangen kann, sich in die Materie einzuarbeiten, wird Marc mit Widersprüchen konfrontiert. Sie stellen sein Können auf eine harte Probe.
Zur gleichen Zeit lernt er den frechen und charismatischen Eric kennen. Marc ist von dem jungen Mann fasziniert. Kurz darauf erfährt er, dass Eric in seinen neuen Fall involviert ist. Damit hatte er nicht gerechnet. Er lässt sich von ihm immer tiefer in seinen Bann ziehen und bemerkt erst viel zu spät, dass er sich in ein Netz aus Intrigen und Erpressung verstrickt. Dabei verwandelt sich Marcs Faszination für Eric allmählich in Verlangen, und beide finden sich in einem verwirrenden Gefühlschaos wieder. Doch darf es Liebe zwischen ihnen geben?
Auch die Gegenspieler sind nicht untätig und haben begonnen, ihre Spuren zu verwischen. Selbst vor Mord schrecken sie nicht zurück.

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Überarbeitete Neuauflage von Pech und Schwefel

Wie die meisten schon wissen, schreibe ich seit diesem Jahr unter meinem offenen Pseudonym Madison Clark.
Und nun ist das erste Buch „Pech und Schwefel“ erschienen. Es handelt sich um eine überarbeitete Neuauflage, die es als eBook und Taschenbuch gibt. Die Veröffentlichung des Taschenbuches wird in den kommenden Tagen sein.
Seit heute gibt es das eBook für den Einführungspreis von nur 0,99 Euro bei Amazon.

Eine spannende Geschichte für Jung und Alt!

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Kurzbeschreibung:
Das Chaos herrscht in den Straßen. In einer einzigen Nacht verlieren die neunjährigen Zwillinge des Hohepriesters ihre Eltern, ihr Zuhause und ihre Identität. Niemand will Ronor und Nomarac glauben, dass sie das schreckliche Inferno überlebt haben. Verzweifelt irren sie durch die Stadt, bis eine kleine Diebesbande sich ihrer annimmt. Doch gerade, als sie sich beim Diebstahl beweisen sollen, kommt alles ganz anderes. Die Zwillinge werden von den Stadtwachen festgenommen und eingekerkert. Aber das Glück spielt ihnen in die Hände. Die Brüder kommen wieder frei, jedoch nur, um von einem zwielichtigen Bordellbesitzer für die nächsten Jahre unter Vertrag genommen zu werden. Für ihn verrichten sie allerlei Arbeiten, dafür versteckt er sie in seinem Haus und gibt ihnen ein anständiges Obdach. Ohne Eltern, Geld und Heimat bleiben sie notgedrungen im Bordell und finden in der Prostituierten Alori eine gute Freundin. Nach einem schrecklichen Vorfall, einige Jahre später, beschließen die Zwillinge zu fliehen. Nach Monaten auf der Flucht, von allen verlassen, kann ihnen schließlich nur noch ein Wunder helfen.

Eine Leseprobe findet ihr bei Amazon.de oder auf dem Blog von Madison Clark.

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Gewinnspiel: Gewinne eine Statistenrolle in der YNSANTER-SAGA (7. Frage)

Die Fragen 1 bis 6 erhaltet ihr HIER noch einmal im Überblick. Und heute kommt die 7. und letzte Frage rund um das Gewinnspiel für eine Statistenrolle.
Den gesamten Ablauf des Gewinnspiels könnt ihr HIER noch einmal ganz genau durchlesen.

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Kurze Übersicht zum Ablauf:

Unten befindet sich ein Textausschnitt aus der Ynsanter-Saga. Dazu gibt es eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Ein bestimmter Buchstabe wird gesucht, der euch ein Stück näher an das gesuchte Lösungswort bringt.
Nicht vergessen … das Lösungswort schickt bitte am Ende an …

soul-of-dragon@gmx.de         Betreff: Ynsanter-Gewinnspiel

Einsendeschluss für das richtige Lösungswort ist der 23. November 2013

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7. Textausschnitt

Ynsanter (2) – Pfade des Feuers von Annette Eickert

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„Du scheinst unter Neferrilions Fittichen wirklich ein Krieger geworden zu sein“, sagte Avonar und musterte immer wieder stolz den Halb-Raukarii. Wären da nicht Norions rote Haarsträhnen und die leicht bräunliche Nuance seiner Haut gewesen, würde ihn nichts von einem Iyana unterscheiden.

„Neferrilion ist der beste Lehrmeister, den es gibt“, bestätigte Norion. „Von ihm weiß ich alles, was es zu wissen gibt. Er hat mir das Kämpfen beigebracht, ebenso das Rechnen und Schreiben und viele andere Dinge. Doch eigentlich möchte ich sehr gerne mehr über meinen Vater erfahren. Wer weiß, wann ich noch einmal so eine Gelegenheit bekomme“, wechselte er das Thema. Es gab ein paar Fragen, die ihn schon seit Beginn des Gespräches beschäftigten.

„Dann nur zu.“

„Von wem hat mein Vater kämpfen gelernt?“, fragte Norion gerade heraus.

Avonar Varas seufzte, denn ausgerechnet hierauf konnte er keine genaue Antwort geben, zumindest war er nicht die richtige Person dafür. Dennoch versuchte er es.

„Das kann ich dir leider nicht sagen“, begann der Berater offen zu sprechen. „Dafür werde ich dir über deine Familie erzählen, deren Wurzeln viele Jahrhunderte und noch weiter zurückreichen. Die Familie Varas ist eine sehr alte und respektable Familie und weitläufig mit der Herrscherfamilie von Ianara verwandt, wie der Name Neavaras bereits erahnen lässt. Atarans Vater und ich waren Brüder. Unser Vater war ein Cousin unseres verstorbenen Herrschers Verindo Varas – dessen Witwe Dainla unsere derzeitige Herrscherin ist. Wenn du und deine Gefährten nach Varas reisen, werdet ihr sie treffen. Dainla wird vom ganzen Volk geliebt und hoch geschätzt. Vor über sechs Jahrhunderten wurden mein Bruder Uilyn und ich vom Staatsrat Ianaras vor die Wahl gestellt, ob wir dem Land in der Politik oder auf militärischer Ebene dienen wollen. Uilyn hat sich sofort gegen die Politik und für ein ehrenvolles Leben als Krieger entschieden und ist mit seiner Frau in ein Grenzdorf gezogen.“

„Wael“, stellte Norion fasziniert fest, und Avonar nickte.

„So ist es. Vor über dreihundert Jahren kam dann ihr einziger Sohn Ataran zur Welt. Und weil mein Bruder sich für den Kampf entschieden hatte, wurde sein Name geändert. Von da an hieß er nicht mehr Varas, sondern Neavaras, was frei übersetzt so viel wie Beschützer von Varas heißt, und die Silbe Nea ist gleichbedeutend mit dem Militärdienst. Alle adligen Familien, deren Söhne und Töchter sich für das Schwert entscheiden, erhalten einen neuen Namen mit der Silbe Nea. Ataran trat in die Fußstapfen seines Vaters, der inzwischen verstorben war, und wurde wie jeder in der großen Akademie von Varas ausgebildet. Er kehrte schließlich als Krieger zurück. Durch sein Geschick und seine Urteilskraft hatte er sich den Rang eines Hauptmanns verdient. Ataran beschützte die Grenzen und sein Heimatdorf, bis der grauenvolle Überfall der Raukariijäger stattfand. Seine Männer wurden getötet oder versklavt. Lange Zeit dachten wir, er wäre ebenfalls getötet worden, denn die Raukarii hatten die Leichen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Hätte ich nur gewusst, dass es nicht so war …“

„Das konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen“, warf Neferrilion ein, der vor zwanzig Jahren im Auftrag des Feuergottes diese Nachricht überbracht hatte. Zu diesem Zeitpunkt war aber niemandem bekannt gewesen, dass Norion als Sklave bei Nezzir Rawon überlebt hatte. Ganz zu schweigen davon, dass Ataran überhaupt einen Sohn hatte. Neferrilion selbst erfuhr erst davon, als er aus dem Norden zurückgekehrt war.

Seufzend nickte Avonar. „Als Ihr nach Varas kamt und die Nachricht überbrachtet, was wirklich mit meinem Neffen geschehen ist, war es schon längst zu spät. Dafür hat der Junge überlebt. In ihm fließt das Blut Atarans weiter.“ Stolz sah er Norion an.

„Was ist eigentlich mit meinen Großeltern passiert?“ Norion musste diese Frage einfach stellen.

„Das Schicksal hat es nicht gut mit ihnen gemeint“, entgegnete Avonar nachdenklich. „Mein Bruder Uilyn – Atarans Vater – starb bei einem unglücklichen Unfall, als er und einige Männer einem merkwürdigen Vorkommnis im Wald nachgingen. Dabei wurde er von einem Rudel wilder Wölfe getötet.“

Augenblicklich wanderten die Blicke der Anwesenden zu dem schwarzen Wolf, der sich mittlerweile neben Hytaas gelegt hatte und mit geschlossenen Augen und aufgestellten Ohren dem Gespräch lauschte. Er wirkte gegenwärtig keinesfalls gefährlich.

„Das Rudel wurde später von Jägern aufgespürt“, nahm der Iyana den Faden wieder auf. „Einige unserer Druiden fanden heraus, dass die Tiere von einer tückischen Krankheit befallen waren, die sie wilder und unberechenbarer machte. Deine Großmutter hat den Tod ihres geliebten Mannes nicht verkraftet und ist ihm nur zwei Jahre danach ins Reich der großen Schöpferin gefolgt.“

„Das ist wirklich traurig.“ Norion schluckte. Obwohl er seine Großeltern niemals kennenlernen durfte, spürte er einen Stich im Herzen. Für einen kurzen Moment wünschte er sich, sie würden beide noch leben.

Schließlich fand die Zeit für alte Familiengeschichten ein Ende, und Neferrilion meldete sich zu Wort. „Werdet Ihr mit uns nach Varas reisen, Berater?“

„Meine Pflichten lassen es leider nicht zu“, antwortete er seufzend. „Meine Herrscherin hat mich mit einem dringenden Auftrag ausgesendet. Meine Soldaten und ich müssen alle Grenzdörfer entlang des Brin-Krian vor einem möglichen Angriff aus dem Süden warnen. Die Bewohner sollen sich gegen alle Eventualitäten wappnen. Die Neuigkeiten aus Leven’rauka haben vor einer Woche die Hauptstadt Varas erreicht, und unsere Informanten sind der Ansicht, dass wir uns vorbereiten sollen.“

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7. Frage
Was heißt frei übersetzt „Beschützer von Varas?
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Der 3. Buchstabe ist der 7. Buchstabe des Lösungswortes

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Das war die letzte Frage. Einsendeschluss ist der 23.11.2013.
Ich wünsche euch allen viel Glück!

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Gewinnspiel: Gewinne eine Statistenrolle in der YNSANTER-SAGA (6. Frage)

Die 1. Frage, 2. Frage, 3. Frage, 4. Frage und 5. Frage zum Gewinnspiel sind bereits online. Und hier kommt für euch die 6. Frage für eine Statistenrolle.
Den gesamten Ablauf des Gewinnspiels könnt ihr HIER noch einmal ganz genau durchlesen, wo ihr noch einmal alle Gewinnspielfragen auf einen Blick erhaltet.

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Kurze Übersicht zum Ablauf:

Unten befindet sich ein Textausschnitt aus der Ynsanter-Saga. Dazu gibt es eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Ein bestimmter Buchstabe wird gesucht, der euch ein Stück näher an das gesuchte Lösungswort bringt.
Nicht vergessen … das Lösungswort schickt bitte am Ende an …

soul-of-dragon@gmx.de         Betreff: Ynsanter-Gewinnspiel

Einsendeschluss für das richtige Lösungswort ist der 23. November 2013

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6. Textausschnitt

Ynsanter (1) – Pfade des Feuers von Annette Eickert

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„Mach langsam, Hytaas wird nicht verschwinden“, rief der Raukarii dem hitzigen jungen Krieger hinterher.

Aber Norion hörte ihn nicht. Er war völlig außer Rand und Band, als vor wenigen Minuten der mächtige Schatten des Wächters über seinen Kopf hinwegflog, dass ihn nichts aufhalten konnte. Endlich würde er einem wahrhaften Drachen begegnen, so etwas war heutzutage selten, fast sogar unmöglich. Die Wächter hatten sich schon vor Jahrtausenden auf die Dracheninsel Settor zurückgezogen und kümmerten sich nicht um die Belange der Raukarii, Iyana und Menschen.

„Komm schon, beeil dich!“, rief Norion über seine Schulter und rannte auf einem kleinen Pfad in Richtung Turm.

Neferrilion seufzte und lief schneller, um seinen begeisterten Schüler nicht aus den Augen zu verlieren. Er hatte keine Bedenken, was das Treffen anbelangte, eher wollte er Hytaas nicht unnötig warten lassen. Schließlich bog der Raukarii um eine große Eiche und wäre beinahe mit Norions Rücken kollidiert, der plötzlich erstarrt am Rand der Lichtung stehen geblieben war und zum Turm herüber sah.

„Das ist Ysophytaasxiv, alter Wächter Zantheras und mein Freund“, flüsterte Neferrilion und beobachtete Norion, der wie im Delirium nickte und merkwürdig lächelte. Nicht weiter darauf achtend spürte Neferrilion die Wiedersehensfreude in seinem Herzen wachsen, er hatte Hytaas die letzten zwanzig Jahre wirklich vermisst.

Norion stand noch immer regungslos da. Seine tiefblauen Augen musterten den gewaltigen Schuppenleib. Die Krallen leuchteten im Sonnenlicht unheilvoll. Das Maul des Drachen war breiter als Norion hoch war. Zwei spitze Hörner ragten aus dem riesigen Kopf. Die schwarzen Schuppen glänzten, und je länger er sie anstierte, desto schwärzer schienen sie zu werden. Sie waren fest, groß und undurchdringlich.

Die Begeisterung des jungen Kriegers wich bei diesem Anblick schnell einer gesunden Furcht. Ein eiskalter Schauer kroch seinen Rücken herauf. Er schluckte und begann zu beben.

„Folge mir, es wird nichts passieren“, wies Neferrilion seinen Schützling an und lief voraus.

Vorsichtig folgte Norion. Er nahm all seinen Mut zusammen und versuchte, keinesfalls ängstlich zu wirken, was ihm mit jedem Schritt schwerer fiel. Wie konnte man solch einem Koloss gegenüberstehen und keine Angst empfinden? Ganz egal wie viel er bereits von Hytaas und seinem friedlichen Charakter gehört hatte, dieses Wissen rückte nun weit in den Hintergrund.

Gemeinsam schritten sie auf die Lichtung und als sie sich bis auf fünf Meter dem Drachen genähert hatten, schlug der die goldenen Augen auf.

„Neferrilion, mein Freund!“, sprach Hytaas und hob den Kopf ein wenig an.

„Hytaas!“ Das Glücksgefühl stand dem Raukarii ins Gesicht geschrieben. Seine Augen strahlten und mit einem breiten Lächeln ließ er Pfeil, Bogen und den erlegten Hasen fallen und überbrückte eilig die kurze Distanz. Mit den Händen begann er dem Drachen über die Lefzen und die Nüstern zu streicheln, was mit einem angenehmen Brummen beantwortet wurde. Er wusste doch, was sein schuppiger Freund mochte.

„Du weißt was mir gefällt, mach weiter, denn an der Stelle juckt es mich“, bedeutete Hytaas und schob sanft seinen Kopf nach vorne.

„Alter Schwerenöter.“ Neferrilion lachte, zog sich schließlich zurück und beobachtete seinen Drachenfreund vorwurfsvoll.

„Der Schürzenjäger bist ja wohl du. Ich erinnere dich gerne an unsere gemeinsame Wanderschaft, als wir in diesem Bordell Halt machten.“

„Schon gut, schon gut …“, beschwichtigte ihn der Raukarii rasch, bevor es für ihn peinlich wurde. „Ich hoffe, deine Reise war angenehm. Darf ich dir vorstellen, das hier ist Norion, mein Schützling und gelehriger Schüler“, erklärte er feierlich und machte Platz für den Halb-Raukarii, der zögerlich nach vorne trat.

„Wie ich sehe, hast du mir meine Mittagsmahlzeit mitgebracht“, grollte der Drache. „Aber der ist ja viel zu klein! Was soll ich denn damit? Ein Bissen und schon ist er weg. Das reicht nicht einmal für meinen hohlen Zahn.“

Norion zitterte.

„Du musst dich nicht fürchten. Hytaas wird dir nichts tun, er ist anscheinend gerade zu Scherzen aufgelegt. Bis vor wenigen Minuten warst du doch noch ganz begierig, ihn endlich zu treffen.“

„Bis vor einigen Minuten wusste ich auch noch nicht, dass der Drache so gewaltig ist“, erklärte Norion kleinlaut.

Als Antwort lachte der Raukarii, und der Drache fiel mit dröhnendem Brüllen ein.

„Was ist daran so lustig?“, fragte Norion schmollend.

„Ich erinnere dich daran, dass du ein großer Krieger werden willst. So wird das sicherlich nichts“, neckte ihn Neferrilion und brachte Norion dazu, dass er wenigstens lächelte.

Doch das erste Kennenlernen nahm ein abruptes Ende, als plötzlich jemand laut nieste und hustete. Raukarii und Halb-Raukarii wandten sich um, aber als sie niemanden entdeckten, schauten sie fragend zu Hytaas.

Erneutes Niesen brachte sie auf die Spur, es kam direkt vom rechten Hinterbein des Drachen.

„Was ist das?“, fragte Neferrilion neugierig.

„Dieses Insekt hatte ich schon fast vergessen“, erwiderte Hytaas zwinkernd. „Vor meiner Abreise hatte ich eine unliebsame Begegnung. Und weil ich nicht wusste, was das Beste ist, habe ich ihn einfach mitgebracht. Er hat interessante Neuigkeiten zu erzählen. Aber in erster Linie hat er versucht mich auszurauben und somit kann ich ihn nicht einfach gehen lassen.“

„Ich bin kein Insekt, und damit das klar ist, du hast mich entführt, du Monster!“, rief eine aalglatte Stimme und es folgte ein weiterer Niesanfall.

Norion zuckte zusammen. Irgendetwas an dieser Stimme kam ihm unheimlich bekannt vor. Sie erinnerte ihn an eine schlimme Zeit, als er die Hölle auf Erden durchlebt hatte. Sie erinnerten ihn an den Tod seines geliebten Vaters und an schreckliche Stunden, in denen der Besitzer dieser Stimme ihn erniedrigt hatte. Unbewusst ballte er die Hände zu Fäusten und presste die Lippen fest aufeinander.

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6. Frage
Die Wächter kümmern sich eigentlich nicht um die Belange der Raukarii, Menschen und … ? Welches Volk wird gesucht?
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Der 2. Buchstabe ist der 2. Buchstabe des Lösungswortes

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Die letzte Frage gibt es am 10.11.2013.
Ich wünsche euch allen viel Glück!

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Gewinnspiel: Gewinne eine Statistenrolle in der YNSANTER-SAGA (5. Frage)

Die 1. Frage, 2. Frage, 3. Frage und 4. Frage zum Gewinnspiel sind bereits online. Und hier kommt für euch die 5. Frage für eine Statistenrolle.
Den gesamten Ablauf des Gewinnspiels könnt ihr HIER noch einmal ganz genau durchlesen, wo ihr auch noch einmal alle Gewinnspielfragen auf einen Blick erhaltet.

gewinnspiel-ynsanter-grafik

Kurze Übersicht zum Ablauf:

Unten befindet sich ein Textausschnitt aus der Ynsanter-Saga. Dazu gibt es eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Ein bestimmter Buchstabe wird gesucht, der euch ein Stück näher an das gesuchte Lösungswort bringt.
Nicht vergessen … das Lösungswort schickt bitte am Ende an …

soul-of-dragon@gmx.de         Betreff: Ynsanter-Gewinnspiel

Einsendeschluss für das richtige Lösungswort ist der 23. November 2013

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5. Textausschnitt

Ynsanter (2) – Pfade des Feuers von Annette Eickert

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Vier weitere Tage wanderten die Gefährten durch das Gebirge, ohne dass sie nochmals von den Feen belästigt wurden, und dankten immer wieder Neferrilion, dessen zusätzliche Schutzzauber Wirkung zeigten. Außerdem kam ihnen ihre angeborene körperliche Ausdauer zugute.

Bereits am fünften Tag ließen sie das Gebirge hinter sich. Nur noch ein kurzer Weg über ein Felsplateau, und sie hatten es geschafft. Im Licht der untergehenden Sonne erstreckte sich, soweit das Auge sehen konnte, der große Wald von Ianara. Die Sonnenstrahlen tauchten die Landschaft in ein goldenes Flimmern. Uralte Bäume ragten siebzig Meter und mehr in den Himmel und verliehen dem Ort eine majestätische Aura. Zwischen den meterdicken Baumstämmen wuchsen klein und unscheinbar Nadel- und Laubbäume in zahlreicher Vielfalt. Die Luft war erfüllt von blühenden Wildblumen, grünem Gras, Wildkräutern und dem Geruch saftiger Blätter. Vögel tschilpten, und von irgendwoher vernahmen die Freunde einen rauschenden Wasserfall.

„Das ist wunderschön“, murmelte Norion ehrfurchtsvoll. Vor heller Begeisterung beschleunigte sich sein Herzschlag, und seine Augen glänzten. Dieser Ort war tausend Mal schöner als in den Geschichten, die ihm sein Vater und Neferrilion erzählt hatten. Ianara bot einen einzigen atemberaubenden Anblick, der all seine Sorgen vergessen ließ. Endlich durfte er das Land seines Vaters mit eigenen Augen bestaunen.

„Die große Schöpferin blickt einmal mehr auf diesen prachtvollen Wald hinab als auf andere Flecken Zantheras“, flüsterte Ronor ehrfürchtig und war buchstäblich ergriffen.

„Was ihr seht, ist unberührtes Land. Es ist noch immer so wie vor abertausenden von Jahren“, sprach Neferrilion feierlich und sog den mystischen Charakter von Ianara in sich auf. In diesem Wald waren die alten Legenden lebendig. Hier gab es Pflanzen und Tiere, die man sonst nirgendwo auf Zanthera finden konnte. Zum dritten Mal war es ihm vergönnt, diesen wundervollen Ort zu betreten, der jedes Mal schöner zu werden schien. „Unser Brudervolk lebt im Einklang mit der Natur“, fuhr er leise fort. „Viele Dörfer und auch die Städte liegen direkt im Wald, und wir könnten daran vorbei gehen, ohne sie zu sehen. Aber das ist nichts im Vergleich zu Varas. Wartet es ab, bis ihr die Hauptstadt mit euren eigenen Augen seht.“

„Du hast Settor vergessen“, mischte sich Hytaas ein und spielte auf seine Heimat an, die fern im Meer Ionaraa lag. Den Weg dorthin kannten nur die Drachen und der Feuergott. Settor durfte von keinem anderen Lebewesen betreten werden.

„Natürlich nicht“, antwortete Neferrilion halb abwesend, aber mit einem Lächeln. Einmal, so hatte es ihm Hytaas versprochen, würde er für seinen Freund die Regel brechen und ihn mit auf die Dracheninsel nehmen. „Lasst uns einen ruhigen Lagerplatz finden, denn bis Varas ist es noch weit.“ Anschließend wandte er sich an Norion und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Komm, wir beide werden den ersten Schritt in deines Vaters Heimat gemeinsam gehen.“

Gesagt, getan, und die Gefährten folgten ihnen in respektvollem Abstand. In der Luft lag der Hauch von Mystik, und mit einem Gebet an Zevenaar näherten sie sich langsam dem Waldrand. Beim Aufblitzen der ersten Sterne setzten sie auch den ersten Fuß auf den Waldboden. Endlich hatten sie das Brin-Krian-Gebirge erfolgreich überwunden. Von nun an galt es jedoch, mit den lauernden Gefahren von Ianara fertig zu werden.

Unerwartet blieb Hytaas stehen, schnaubte und drehte sich um. Die Gefährten taten es ihm nach, und ihre Verblüffung war groß. Vielleicht fünfzig Meter entfernt stand ein schwarzer Wolf und sah sie gespannt an. Offensichtlich schien er sich nicht sicher, was er tun sollte.

„Er ist uns gefolgt!“ Verwundert starrte Neferrilion zu dem Tier und wurde das Gefühl nicht los, dass dies kein Zufall war.

„Er folgt uns schon die ganze Zeit“, erklärte Hytaas in einem unbedeutenden Tonfall, als wäre das nichts Ungewöhnliches. Aber es reichte aus, die Aufmerksamkeit seiner Gefährten auf sich zu ziehen. „Nun ja, zuerst dachte ich, er würde niemals die Berge verlassen. Da habe ich mich wohl geirrt, das wollte ich euch nur wissen lassen.“

„Dann schick ihn weg“, flehte Nezzir, den es beim Anblick des fremden, wilden Wolfes fröstelte.

Norion allerdings strahlte und wäre am liebsten sofort zu ihm gerannt, aber Neferrilions Hand hielt ihn zurück.

„Er hat mich doch gerettet und mir nichts getan“, versuchte Norion seinen Willen durchzusetzen.

„Nein“, antwortete Neferrilion nachdrücklich und tauschte einen Blick mit Hytaas aus.

Was auch immer die beiden schweigend miteinander besprachen, sie sahen sich lediglich an, und dann war es Hytaas, der sie zum Weitergehen drängte. Neferrilion sagte nichts. Auf der einen Seite hoch erfreut, auf der anderen enttäuscht, wanderte die Gruppe noch eine halbe Stunde, bis sie im Schutz zweier Mammutbäume ihr Nachtlager aufschlug. Sie sammelten Feuerholz, breiteten ihre Schlafrollen aus und versammelten sich um ein Lagerfeuer, aßen, tranken und unterhielten sich, als es geschah.

Vorsichtig schlich sich der schwarze Wolf an ihr Lager heran und blieb zuerst in sicherem Abstand stehen. Er besah sich die Runde genauer, dann kam er tatsächlich näher und setzte sich zwischen Norion und Malea. Im ersten Moment waren alle starr vor Überraschung. Mit dieser Wendung hatte niemand gerechnet. Doch das Tier schien friedlich, keinerlei Gefahr ging von ihm aus. Stattdessen musterte es die Raukarii mit intelligenten und wachsamen Augen.

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5. Frage
Wie heißt die Hauptstadt, in welche die Freunde gelangen wollen?
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Der 1. Buchstabe ist der 4. Buchstabe des Lösungswortes

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Die nächste Frage gibt es dann am 10.11.2013.
Ich wünsche euch allen viel Glück!

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Gewinnspiel: Gewinne eine Statistenrolle in der YNSANTER-SAGA (4. Frage)

Die 1. Frage, 2. Frage und 3. Frage zum Gewinnspiel sind bereits online. Und hier kommt für euch die 4. Frage für eine Statistenrolle.
Den gesamten Ablauf des Gewinnspiels könnt ihr HIER noch einmal ganz genau durchlesen, wo ihr auch noch einmal alle Gewinnspielfragen auf einen Blick erhaltet.

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Kurze Übersicht zum Ablauf:

Unten befindet sich ein Textausschnitt aus der Ynsanter-Saga. Dazu gibt es eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Ein bestimmter Buchstabe wird gesucht, der euch ein Stück näher an das gesuchte Lösungswort bringt.
Nicht vergessen … das Lösungswort schickt bitte am Ende an …

soul-of-dragon@gmx.de         Betreff: Ynsanter-Gewinnspiel

Einsendeschluss für das richtige Lösungswort ist der 23. November 2013

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4. Textausschnitt

Ynsanter (2) – Pfade des Feuers von Annette Eickert

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„Kommandant Rurayon!“, begrüßte Tallex ihn. „Gratulation zu unserem ersten Sieg.“

Er antwortete mit einem breiten Grinsen, dann verneigte er sich ehrwürdig vor ihr und Rylance.

„Llynmeh, vortreffliche Arbeit!“, wandte sich Rylance anschließend an seinen Assistenten. „Die Nacht der Dämmerung ist heute wahrhaftig wiedergekehrt. So viel Energie ist geflossen.“

Llynmeh hatte, wie fast immer, seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen und verbeugte sich formvollendet vor seinem Meister.

„Ihr hättet dabei sein müssen, Meister“, verkündete Llynmeh. „Es war eine wahre Freude. Die Priester hatten keine Chance gegen uns.“

Rylance, der momentan seine Kräfte schonte, um beim Sturz Zyrakars seine ganze Macht einsetzen zu können, wäre gerne persönlich anwesend gewesen. Aber selbst aus der Luft hatte er den Angriff genossen und mitgefiebert.

„Wo ist Hohepriester Phrinlyn?“, erkundigte er sich. Rylance konnte es kaum erwarten, diesem Mann nach langer Zeit endlich wieder gegenüberzustehen.

Die Worte waren kaum ausgesprochen, da verspürte Llynmeh einen Kloß im Hals, und in Gedanken verfluchte er den Priester und seine vermaledeiten Anhänger aufs Barbarischste. Er schluckte merklich, straffte die Schultern und sah seinen Anführer unter der Kapuze heraus an.

„Meister … er ist entkommen“, erklärte er und fügte rasch hinzu: „Er hatte Hilfe von der Hexe. Sie ist mit ihm und ein paar anderen aus dem Tempel geflohen, aber keiner weiß, wie. Wir haben drei Nekromanten dabei verloren. Sie stießen auf eine Horde …“

„Schweig!“ Rylance versteifte sich und ballte die Hände zu Fäusten. Er wollte nichts von ihrem Unvermögen erfahren. Er war so nah gewesen, und nun war der Priester ihm wieder entwischt. Llynmeh konnte er keine wirkliche Schuld an dem Dilemma zuschieben, und seine unfähigen Diener hatten ihre gerechte Strafe erhalten. Sein Zorn richtete sich ausschließlich gegen die Hexenmeisterin. Er verachtete diese Frau zutiefst. Zu oft hatte sie seine Pläne bereits durchkreuzt, hatte es gewagt, ihm seinen Ring zu entwenden, und jetzt hatte sie auch noch dem Hohepriester geholfen zu fliehen. Das bedeutete, er konnte sich die klerikale Macht Phrinlyns nicht zu eigen machen, was den Sieg über Deir al-Bahri eine süßere Note verliehen hätte.

Rylance fühlte plötzlich eine Hand auf seiner Schulter. Als er sich umdrehte, stand Tallex vor ihm und schaute ihn eindringlich an. Es waren keine Worte nötig. Heute würde Llynmehs Körper verschont bleiben – ausnahmsweise. Doch beim nächsten Fehltritt würde er um eine Strafe nicht herumkommen.

„Verzeiht, mein Meister, aber Myrvoda war stark und hatte auch noch tatkräftige Unterstützung von Priestern“, wagte Llynmeh sich zu verteidigen, als er merkte, dass Rylance keinen Zauber anwandte. „Aber spätestens in Zyrakar wird er nicht mehr entkommen können. Dann sitzt auch die Hexe in der Falle.“

Rylance schwieg. Vorerst musste er sich auf wichtigere Dinge konzentrieren, die keinen Aufschub duldeten, und wandte sich von seinem Assistenten ab. In Gedanken versunken beobachtete er dabei Tallex.

„Wie viele unserer Soldaten sind gefallen?“, fragte sie den Oberkommandanten zur gleichen Zeit und erregte damit die Aufmerksamkeit ihres Liebhabers, der offensichtlich den Themenwechsel begrüßte.

„Weniger als angenommen“, antwortete Rurayon mit kräftiger Stimme. „Aber ich warte noch auf die Verlustberichte. Spätestens in einer Stunde weiß ich mehr.“

„Und wie sieht es unter den Stadtbewohnern aus?“, wollte Rylance wissen, während er den Raukarii tiefgründig ansah.

Diesem fuhr es beim Blick aus diesen funkelnden, stahlharten Augen eiskalt den Rücken herunter. In der Nähe des Nekromanten hatte er sich noch nie besonders wohl gefühlt. Aber er war ganz Soldat. Er zeigte keine Gefühlsregung und antwortete sachlich: „Viele sind verletzt. Über ein Viertel ist tot. Die meisten Opfer sind Soldaten und Magier. Auch einige Priester, aber die …“

„Die Priester leben noch?“, unterbrach ihn Rylance überrascht.

Rurayon nickte. „Hauptmann Zoryn hat fünfzehn lebend aus dem Tempel geschleift. Sie sind in den Kerker gebracht worden. Zoryn hat ihnen persönlich die Zunge rausgeschnitten, damit sie keinen göttlichen Zauber wirken können. Auch Magier haben überlebt, aber die meisten sind Stadtwachen.“

„Fünfzehn von fünfzig“, sinnierte Rylance laut und grinste unerwartet fröhlich. Das Ende des Klerus in Deir al-Bahri hatte begonnen, und der heutige Tag würde für ihn doch noch ein gutes Ende nehmen. Suchend schaute er sich auf dem Marktplatz um. „Die Priester sollen öffentlich hingerichtet werden. Bringt sie in zwei Stunden genau dorthin …“, dabei deutete er zu einem zweistöckigen, noch intakten Gebäude am Rand des Platzes. „Hängt sie auf und bringt mir die Leichen anschließend in mein Labor. Sie sind gerade gut genug für künftige Experimente.“ Das Wort Experimente betonte er mit einem seltsamen Unterton, der den Umherstehenden einen kalten Schauder einjagte.

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4. Frage
Über welche Stadt haben die Verräter obsiegt?
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Der 1. Buchstabe ist der 6. Buchstabe des Lösungswortes

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Die nächste Frage gibt es dann am 05.11.2013.
Ich wünsche euch allen viel Glück!
HAPPY HALLOWEEN!

Gewinnspiel: Gewinne eine Statistenrolle in der YNSANTER-SAGA (3. Frage)

Die 1. Frage und die 2. Frage zum Gewinnspiel sind bereits online. Und hier kommt für euch die 3. Frage für eine Statistenrolle.
Den gesamten Ablauf des Gewinnspiels könnt ihr HIER noch einmal ganz genau durchlesen, wo ihr auch noch einmal alle Gewinnspielfragen auf einen Blick erhaltet.

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Kurze Übersicht zum Ablauf:

Unten befindet sich ein Textausschnitt aus der Ynsanter-Saga. Dazu gibt es eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Ein bestimmter Buchstabe wird gesucht, der euch ein Stück näher an das gesuchte Lösungswort bringt.
Nicht vergessen … das Lösungswort schickt bitte am Ende an …

soul-of-dragon@gmx.de         Betreff: Ynsanter-Gewinnspiel

Einsendeschluss für das richtige Lösungswort ist der 23. November 2013

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3. Textausschnitt

Ynsanter (1) – Pfade des Feuers von Annette Eickert

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Doch seine Schätze wollte er in Sicherheit wissen, daher stampfte er mehrmals mit den Klauen auf und brachte eine kleine Gesteinslawine ins Rollen. Als sich das Rumpeln und die aufgewirbelte Staubwolke gelegt hatten, war der Eingang zu seinem Hort versperrt.

„Das dürfte genügen.“ Zufrieden lachte Ysophytaasxiv und beäugte aus den Augenwinkeln den zappelnden Nezzir Rawon, der wie ein Fisch am Haken um sein Leben flehte. Er baumelte inzwischen kopfüber an der Kralle.

„Bereit?“, fragte der Drache, erwartete natürlich keine Antwort und stieß sich mit den kräftigen Hinterbeinen ab. Sofort entfaltete er seine Flügel und suchte nach einer Windböe, die ihn weiter nach oben trug.

„Lass mich herunter!“, schrie Nezzir aus Leibeskräften.

Es verschlug ihm die Sprache, als er plötzlich etliche Meter über dem Erdboden dahinschwebte. Vielleicht wäre es ihm besser gegangen, hätte er nicht mit dem Kopf nach unten gehangen und hätte nicht ständig gezappelt. Das Geräusch der ledernen Flügel brachte ihn allerdings wieder zum Schreien, während die Vulkane viel zu schnell kleiner und kleiner wurden. Der Drache schraubte sich gnadenlos hinauf in den Himmel. Die Luft rundherum wurde kälter.

„Auf nach Norden!“, donnerte Hytaas und bekam nicht mit, dass sein unfreiwilliger Fluggast Nezzir Rawon zuerst die Augen verdrehte und dann in Ohnmacht fiel.

Als der Drache die ersten Gipfel des Levenaragebirges erreichte, kam der Raukarii wieder zur Besinnung. Aber dieser Zustand hielt nicht lange an. Denn als Hytaas auf einmal tiefer flog und einige der schneebedeckten Bergspitzen nur knapp verfehlte, schrie Nezzir lauthals seine Angst hinaus, um schließlich wiederholt die Schwärze einer Ohnmacht zu bevorzugen.

Aber die Reise hatte erst angefangen. Unter ihnen zogen die Berge, die Umgebung des Feuerspaltes und das Menschenland Teriman vorbei. Für diesen Flug hatte Hytaas absichtlich die Stunden der Nacht gewählt, denn so würde ihn kein zufälliger Beobachter entdecken. Falls doch, dann hielten sie ihn wohl eher für einen Vogel. Ein Vogel mit einer merkwürdig zappelnden Beute in den Krallen.

Als es allmählich wieder dämmerte, nahten in der Ferne die ersten Baumreihen des gewaltigen Waldes von Calafat auf – Hytaas Ziel.

Nezzir erwachte und was tat er? Er schrie. Diesmal mischten sich Wut und Schmerz in seine Schreie, denn kopfüber durch die Luft zu fliegen gehörte nicht zu den angenehmsten Transportmöglichkeiten. Inzwischen zitterte er nicht nur aus Furcht, sondern wegen der bitteren Kälte. Dabei peitschte der Wind ihm um die Ohren, und ergeben ließ er es geschehen. Doch bald kehrte sein Zorn zurück, und er schleuderte dem Wächter wüste Flüche entgegen, die der Drache unbekümmert hinnahm.

Als Nezzir Rawon nach einigen Minuten immer noch keine Ruhe gab und Hytaas androhte, Zevenaar um Hilfe zu bitten, sobald er wieder festen Boden unter den Beinen hätte, war es auch mit der Geduld des Drachen vorüber. Zevenaar wäre eher dazu bereit, den Raukarii zu Staub zu zermalmen, was er jedoch geflissentlich für sich behielt. Gleichzeitig war es Hytaas schleierhaft, wie dieser Raukarii überhaupt so viel Mut aufbrachte, so mit einem Wächter zu reden. Dieser Mann besaß keinen Respekt, vor nichts und niemandem, und er benötigte ganz dringend eine Lektion in Demut. Und des Rätsels Lösung lag direkt vor ihnen oder besser gesagt unter ihnen.

Der breite Flussarm des Memadon kam näher und entlockte dem Drachen nicht nur die Vorfreude, seinen Freund Neferrilion wiederzusehen, sondern brachte ihn auch auf eine Idee. Nezzirs hochroter Kopf brauchte eine Abkühlung. Langsam sank er tiefer und glitt trotz seines gewaltigen Schuppenleibs zielsicher über die ruhige Wasseroberfläche, während Nezzirs Oberkörper durch das kalte Nass gezogen wurde. Anschließend stieg er wieder auf und steuerte über die Baumkronen hinweg auf den Turm von Neferrilion zu.

Für die restliche Zeit schwieg der Raukarii. Anfangs tropfte er noch, doch der Wind trocknete seine Haare und Kleidung, und er kämpfte gegen eine aufsteigende Übelkeit an.

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3. Frage
Welchen Fluss überquert der Drache mit dem Raukarii Nezzir?
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Der 3. Buchstabe ist der 1. Buchstabe des Lösungswortes

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Die nächste Frage gibt es dann am 31.10.2013. Nicht verpassen.
Ich wünsche euch allen viel Glück!

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