Gewinnspiel: Gewinne eine Statistenrolle in der YNSANTER-SAGA (6. Frage)

Die 1. Frage, 2. Frage, 3. Frage, 4. Frage und 5. Frage zum Gewinnspiel sind bereits online. Und hier kommt für euch die 6. Frage für eine Statistenrolle.
Den gesamten Ablauf des Gewinnspiels könnt ihr HIER noch einmal ganz genau durchlesen, wo ihr noch einmal alle Gewinnspielfragen auf einen Blick erhaltet.

gewinnspiel-ynsanter-grafik

Kurze Übersicht zum Ablauf:

Unten befindet sich ein Textausschnitt aus der Ynsanter-Saga. Dazu gibt es eine Frage, die ihr richtig beantworten müsst. Ein bestimmter Buchstabe wird gesucht, der euch ein Stück näher an das gesuchte Lösungswort bringt.
Nicht vergessen … das Lösungswort schickt bitte am Ende an …

soul-of-dragon@gmx.de         Betreff: Ynsanter-Gewinnspiel

Einsendeschluss für das richtige Lösungswort ist der 23. November 2013

.

6. Textausschnitt

Ynsanter (1) – Pfade des Feuers von Annette Eickert

.

„Mach langsam, Hytaas wird nicht verschwinden“, rief der Raukarii dem hitzigen jungen Krieger hinterher.

Aber Norion hörte ihn nicht. Er war völlig außer Rand und Band, als vor wenigen Minuten der mächtige Schatten des Wächters über seinen Kopf hinwegflog, dass ihn nichts aufhalten konnte. Endlich würde er einem wahrhaften Drachen begegnen, so etwas war heutzutage selten, fast sogar unmöglich. Die Wächter hatten sich schon vor Jahrtausenden auf die Dracheninsel Settor zurückgezogen und kümmerten sich nicht um die Belange der Raukarii, Iyana und Menschen.

„Komm schon, beeil dich!“, rief Norion über seine Schulter und rannte auf einem kleinen Pfad in Richtung Turm.

Neferrilion seufzte und lief schneller, um seinen begeisterten Schüler nicht aus den Augen zu verlieren. Er hatte keine Bedenken, was das Treffen anbelangte, eher wollte er Hytaas nicht unnötig warten lassen. Schließlich bog der Raukarii um eine große Eiche und wäre beinahe mit Norions Rücken kollidiert, der plötzlich erstarrt am Rand der Lichtung stehen geblieben war und zum Turm herüber sah.

„Das ist Ysophytaasxiv, alter Wächter Zantheras und mein Freund“, flüsterte Neferrilion und beobachtete Norion, der wie im Delirium nickte und merkwürdig lächelte. Nicht weiter darauf achtend spürte Neferrilion die Wiedersehensfreude in seinem Herzen wachsen, er hatte Hytaas die letzten zwanzig Jahre wirklich vermisst.

Norion stand noch immer regungslos da. Seine tiefblauen Augen musterten den gewaltigen Schuppenleib. Die Krallen leuchteten im Sonnenlicht unheilvoll. Das Maul des Drachen war breiter als Norion hoch war. Zwei spitze Hörner ragten aus dem riesigen Kopf. Die schwarzen Schuppen glänzten, und je länger er sie anstierte, desto schwärzer schienen sie zu werden. Sie waren fest, groß und undurchdringlich.

Die Begeisterung des jungen Kriegers wich bei diesem Anblick schnell einer gesunden Furcht. Ein eiskalter Schauer kroch seinen Rücken herauf. Er schluckte und begann zu beben.

„Folge mir, es wird nichts passieren“, wies Neferrilion seinen Schützling an und lief voraus.

Vorsichtig folgte Norion. Er nahm all seinen Mut zusammen und versuchte, keinesfalls ängstlich zu wirken, was ihm mit jedem Schritt schwerer fiel. Wie konnte man solch einem Koloss gegenüberstehen und keine Angst empfinden? Ganz egal wie viel er bereits von Hytaas und seinem friedlichen Charakter gehört hatte, dieses Wissen rückte nun weit in den Hintergrund.

Gemeinsam schritten sie auf die Lichtung und als sie sich bis auf fünf Meter dem Drachen genähert hatten, schlug der die goldenen Augen auf.

„Neferrilion, mein Freund!“, sprach Hytaas und hob den Kopf ein wenig an.

„Hytaas!“ Das Glücksgefühl stand dem Raukarii ins Gesicht geschrieben. Seine Augen strahlten und mit einem breiten Lächeln ließ er Pfeil, Bogen und den erlegten Hasen fallen und überbrückte eilig die kurze Distanz. Mit den Händen begann er dem Drachen über die Lefzen und die Nüstern zu streicheln, was mit einem angenehmen Brummen beantwortet wurde. Er wusste doch, was sein schuppiger Freund mochte.

„Du weißt was mir gefällt, mach weiter, denn an der Stelle juckt es mich“, bedeutete Hytaas und schob sanft seinen Kopf nach vorne.

„Alter Schwerenöter.“ Neferrilion lachte, zog sich schließlich zurück und beobachtete seinen Drachenfreund vorwurfsvoll.

„Der Schürzenjäger bist ja wohl du. Ich erinnere dich gerne an unsere gemeinsame Wanderschaft, als wir in diesem Bordell Halt machten.“

„Schon gut, schon gut …“, beschwichtigte ihn der Raukarii rasch, bevor es für ihn peinlich wurde. „Ich hoffe, deine Reise war angenehm. Darf ich dir vorstellen, das hier ist Norion, mein Schützling und gelehriger Schüler“, erklärte er feierlich und machte Platz für den Halb-Raukarii, der zögerlich nach vorne trat.

„Wie ich sehe, hast du mir meine Mittagsmahlzeit mitgebracht“, grollte der Drache. „Aber der ist ja viel zu klein! Was soll ich denn damit? Ein Bissen und schon ist er weg. Das reicht nicht einmal für meinen hohlen Zahn.“

Norion zitterte.

„Du musst dich nicht fürchten. Hytaas wird dir nichts tun, er ist anscheinend gerade zu Scherzen aufgelegt. Bis vor wenigen Minuten warst du doch noch ganz begierig, ihn endlich zu treffen.“

„Bis vor einigen Minuten wusste ich auch noch nicht, dass der Drache so gewaltig ist“, erklärte Norion kleinlaut.

Als Antwort lachte der Raukarii, und der Drache fiel mit dröhnendem Brüllen ein.

„Was ist daran so lustig?“, fragte Norion schmollend.

„Ich erinnere dich daran, dass du ein großer Krieger werden willst. So wird das sicherlich nichts“, neckte ihn Neferrilion und brachte Norion dazu, dass er wenigstens lächelte.

Doch das erste Kennenlernen nahm ein abruptes Ende, als plötzlich jemand laut nieste und hustete. Raukarii und Halb-Raukarii wandten sich um, aber als sie niemanden entdeckten, schauten sie fragend zu Hytaas.

Erneutes Niesen brachte sie auf die Spur, es kam direkt vom rechten Hinterbein des Drachen.

„Was ist das?“, fragte Neferrilion neugierig.

„Dieses Insekt hatte ich schon fast vergessen“, erwiderte Hytaas zwinkernd. „Vor meiner Abreise hatte ich eine unliebsame Begegnung. Und weil ich nicht wusste, was das Beste ist, habe ich ihn einfach mitgebracht. Er hat interessante Neuigkeiten zu erzählen. Aber in erster Linie hat er versucht mich auszurauben und somit kann ich ihn nicht einfach gehen lassen.“

„Ich bin kein Insekt, und damit das klar ist, du hast mich entführt, du Monster!“, rief eine aalglatte Stimme und es folgte ein weiterer Niesanfall.

Norion zuckte zusammen. Irgendetwas an dieser Stimme kam ihm unheimlich bekannt vor. Sie erinnerte ihn an eine schlimme Zeit, als er die Hölle auf Erden durchlebt hatte. Sie erinnerten ihn an den Tod seines geliebten Vaters und an schreckliche Stunden, in denen der Besitzer dieser Stimme ihn erniedrigt hatte. Unbewusst ballte er die Hände zu Fäusten und presste die Lippen fest aufeinander.

.

6. Frage
Die Wächter kümmern sich eigentlich nicht um die Belange der Raukarii, Menschen und … ? Welches Volk wird gesucht?
_ _ _ n _

Der 2. Buchstabe ist der 2. Buchstabe des Lösungswortes

.

loesungsgrafik-ynsanter

Die letzte Frage gibt es am 10.11.2013.
Ich wünsche euch allen viel Glück!

.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s