Aktion zum Welttag des Buches – 4. Tag

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Hallo liebe Schnitzeljäger und Freunde der Aktion zum Welttag des  Buches 2013!

Nachdem gestern meine Autorenkollegin Beatrix Lohmann ihre Lieblingsgeschichte von Jim Knopf erzählt hat, möchte ich euch heute in die Welt der Fantasy entführen. Besser gesagt in die Welt der „Forgotten Realms“.

Kleine Erinnerung … alles Wichtige zur Schnitzeljagd und zu dem heutigen Tagesgewinn findet ihr am Ende.
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Dann geht es los …

Ich bin schon lange Fantasy-Fan. Eigentlich schon, seitdem ich das Alphabet beherrsche. Angefangen habe ich mit den Büchern von Michael Ende, dann habe ich die Märchen von Hans Christian Andersen verschlungen. Ein paar Märchen der Gebrüder Grimm haben mir auch gefallen, aber nein, ich wurde Leserin des dänischen Märchenerzählers.
Irgendwann kamen dann die „Forgotten Realms-Bücher“ … auf deutsch „Die Vergessenen Reiche“ dazu. Das war der Moment, als mich diese Reihe oder besser gesagt diese Welt von dem amerikanischen Autor R. A. Salvatore völlig in seinen Bann gezogen hat und seitdem auch nicht mehr losgelassen hat.

Salvatore hat zwar die „Forgotten Realms“ nicht erfunden, das war der kanadische Autor Ed Greenwood, aber Salvatore hat die Reiche erst bekannt und berühmt gemacht.

Den Anfang machte eine kleine 6-teilige Buchreihe mit dem Titel „Die vergessenen Welten“. Die dann so schnell zu einem Bestseller avancierte, dass danach gleich viele weitere Bände folgten. Inzwischen ist der Dunkelelf Drizzt Do’Urden fast schon so bekannt wie Sailer Moon oder Momo 😉

Aber ich möchte euch nicht mit Fakten langweilen, sondern euch mehr über meine Lieblingswelt und meinen Lieblingshelden und seinen Freunden und Feinden erzählen.

Die Dunkelelfen (Drow genannt) leben im Unterreich. Das Unterreich ist eine ganz eigene, dunkle, geheimnisvolle und gefährliche Welt, weitab von der Oberflächen-Welt. Durch diesen Umstand haben sich die Drow anders entwickelt, wie ihre Elfenverwandten in den Wäldern der Oberfläche. Ihre Haut hat die Farbe von Anthrazit, ihre Haare sind weiß und ihre Augen besitzen die „Dunkelsicht“ (ein anderes Wort für Infrarot-Sicht). Ein wesentlicher Bestandteil, sodass sie in der ewigen Finsternis überleben konnten. Ihre Augen leuchten fast ausschließlich rot.

Doch was die Drow wirklich ausmacht ist ihre Zähigkeit und Brutalität. An diesem Punkt möchte ich ein wenig ausschweifen, denn der Titelheld ist ein Drow und trotzdem liebenswert 😉

Das Pantheon der Drow wird angeführt von dem weiblichen Dämon Lloth. Sie wird als die Spinnenkönigin Lloth verehrt und ist wohl eine der gefährlichsten und unkontrollierbarsten und gleichzeitig launischsten Göttinnen, die ich im Pantheon der Drow … eigentlich im ganzen Pantheon der Forgotten Realms kenne. Es gibt zwar noch so ein paar Kandidaten, die es durchaus mit ihr mithalten können, aber das ist ein ganz anderes Thema. Also zurück zu Lloth. Durch ihre Herrschaft über die Drow, entwickelte sich in deren Gesellschaft ein Matriarchat. Nun könnte man sich als Frau freuen, endlich mal die Frauen an die Macht, aber ganz ehrlich, ich wollte keiner Drowfrau begegnen wollen, das könnt ihr mir glauben. Durch diesen Umstand werden die Drowmänner unterdrückt, man könnte schon sagen versklavt. Sie müssen tun, was ihnen die Oberinnen-Mütter der einzelnen Drowhäuser in den unterschiedlichen Drowstädten befehligen. Von Geburt an ist der Weg der Männer und Frauen vorherbestimmt. Frauen werden zu Priesterinnen der Lloth ausgebildet, manchmal auch zu Magierinnen. Männer dagegen werden entweder Krieger oder Magier. Und über allem wachen Lloth und die Oberinnen der Häuser.
Männer haben echt ein schweres Los zu tragen.

In diese Welt wird Drizzt Do’Urden hineingeboren. Und von Anfang an ist es sein Schicksal, anders zu sein. Seine Geburt stand bereits unter einem lebensbedrohlichen Stern. Denn in der Gesellschaft der Drow überleben immer nur die beiden Erstgeborenen. Der „dritte Sohn“, wie es immer heißt, wird der Spinnenkönigin Lloth gleich nach seiner Geburt geopfert. Und in jenem Moment, als Drizzt das Licht der Welt erblickte, starb sein ältester Bruder. Somit war er nicht mehr der dritte, sondern der zweite Sohn und durfte weiterleben.

Drizzt wuchs unter den strengen Augen seiner Mutter und seinem Vater Zaknafein auf. Zaknafein ist der Waffenmeister des Hauses Do’Urden und zugleich der beste Schwertkämpfer Stadt. Die Stadt heißt Menzoberranzan. Sie ist eine der größten und bekanntesten Städte der Drow. Drizzt wird von Zaknafein zu einem Schwertkämpfer ausgebildet und später auf die Akademie der Krieger geschickt.

Bis zu jenem schickhalshaften Tag. Alles geht seinen „gewohnten“ Gang. Drizzt isst mit einer Gruppe seiner Schulkameraden als Test zum ersten Mal auf der Oberfläche, wo er mit ansehen muss, wie die Drow eine Siedlung von Oberflächenelfen niedermetzeln, ohne Skrupel und ohne Fragen zu stellen. Das ist für Drizzt der Zeitpunkt, wo er anfängt, darüber nachzudenken, dass er anders ist, als alle anderen Drow. Er sieht keinen Sinn darin einfach jemanden zu töten, nur weil man stärker und überlegen ist. Und dann gibt es noch einen Schicksalsschlag (den ich an dieser Stelle bewusst nicht erwähnen möchte), der ihn von den Drow so weit entfernt, wie es nur möglich ist. Drizzt verschwindet von zu Hause, von Menzoberranzan, von den Drow und flieht ins Unterreich, wo er sich Jahre lang versteckt. Seine einzige Begleiterin ist die treue und kluge Pantherdame Guenhwyvar. Das Problem bei dem Panther ist jedoch, sie ist kein lebendes Tier, sondern ein magisches. Drizzt kann sie immer nur für kurze Zeit zu sich rufen, bevor sie dann wieder auf die Astralebene zum regenerieren zurück muss. Aber Guen (wie sie liebevoll abgekürzt wird) ist in allen schwierigen und auswegslosen Situationen an seiner Seite.
Ich liebe diese Szenen mit dem Panther 😉

Um an dieser Stelle nun auch nicht mehr zu viel von der Geschichte zu verraten, denn wer es noch nicht kennt, den kann ich die Serie nur ans Herz legen, möchte ich euch gerne meine zwei Lieblingsfiguren vorstellen. Sie gehören zu Drizzt, wie für uns die Luft zum Atmen.

Zum einen gibt es den Meuchelmörder Artemis Entreri. Er ist Drizzts persönliche Nemesis, zumindest am Anfang, als er auftaucht. Doch Salvatore gibt Artemis im Laufe der Geschichte immer mehr Tiefe, sodass er sogar seine eigene kleine Buchreihe bekommen hat. Dazu aber mehr, wenn ich zu der zweiten Figur komme, die eine wichtige Rolle im Leben von Drizzt spielen wird.
Artemis Entreri ist stolz, ehrgeizig und vor allem ein Meuchelmörder mit Prinzipien. Er stößt auf Drizzt eher zufällig, denn sein Auftrag lautet einen Freund von Drizzt zu finden und ihn in den Süden zu bringen. Er findet ihn und es kommt nicht nur zur ersten Begegnung, sondern auch zum ersten Kampf zwischen den beiden. Und dabei merkt Artemis, dass er in dem Drow einen ebenbürtigen Gegner im Schwertkampf gefunden hat. So lockt er Drizzt mit seiner Geisel ebenfalls in den Süden. Dort kommt es zu einem Showdown. Daraus entwickelt Artemis einen Zwang, der ihm fast das eigene Leben kostet. Er möchte nicht einfach nur gegen Drizzt kämpfen, er möchte ihn ohne unfaire Mittel in einem Zweikampf schlagen.

Und dann gibt es noch die dritte Figur. Es ist der Drow Jarlaxle, der Söldnerführer der Bande Bregan D’aerthe. Und das ist der Punkt, wo wir zu meinem zweiten Lieblingsdrow kommen. Er ist sehr skurril, einzigartig, geheimnisvoll, gerissen, klug und vor allem ist er der einzige Drowmann in ganz Menzoberranzan, der sich den Drowfrauen und ihrer Herrschaft widersetzt. Aber dafür, dass er und seine Söldner quasi tun und lassen können, was sie wollen, gibt es einen Preis. Er wird von den Oberinnen-Mütter bezahlt, dass er und seine Männer für sie kämpfen. Aber durch sein unglaubliches Geschick und seine echt grandiosen Tricks behält er fast immer die Oberhand. Gepaart mit seinem unschlagbaren Pragmatismus und Sarkasmus muss man diesen Kerl einfach lieben.
Jarlaxle kennt Drizzt und lernt auch auf eine etwas unkonventionelle Art und Weise Artemis Entreri kennen und später schätzen. Artemis wird auch ein Mitglied seiner Söldnerbande.

Und nun bin ich an dem Punkt, ohne groß etwas zu verraten, wo Salvatore es geschafft hat, Artemis und Jarlaxle so viel Tiefe und Charme zu verleihen, dass die beiden ihre eigene kleine Buchreihe bekommen haben. Nur Drizzt spielt keine Rolle und ich finde es auch gut so, wie es ist. Die zwei erleben auf ihre ganz eigene Art Abenteuer, die ich bisher noch nirgendwo anders in dieser Form gelesen habe. Und ihr Sarkasmus ist im wahrsten Sinn des Wortes … zum Schießen! Wen es interessiert … die Reihe heißt „The Sell-Swords“ (und nicht vom englischen Titel irritieren lassen).

Nun bin ich am Ende angelegt und ich hoffe, ihr habt euch zwischendrin nicht gelangweilt. Wenn ich so nach oben schiele, ist der Text ein wenig länger ausgefallen, als gedacht. Aber wenn ich einmal die Gelegenheit bekomme, über meine Lieblingswelt zu erzählen, fällt es mir schwer, wieder aufzuhören und nicht abzuschweifen. Ich hoffe, es hat euch gefallen.

Aber lasst mich eines noch sagen … Forgotten Realms ist wirklich für jedermann etwas. Und das sind nicht nur die Bücher von R. A. Salvatore, sondern auch die anderen Buchreihen, wie z.B. „Krieg der Spinnenkönigin“ (wo Salvatore Pate gestanden hat), „Die Büßerin“ oder die „Avatar-Chronik“. Wer gerne Computerspiele oder auch Pen & Paper Rollenspiele mag, dem kann ich beides nur ans Herz legen. Langweilig wird es keinesfalls.

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Und nun zur Frage für die Schnitzeljagd.
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Wie heißt die Söldnerbande von Menzoberranzan?
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Kleiner Tipp … ihr findet die Antwort in meinem Text.
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Gewinnen könnt ihr heute sogar gleich zwei Bücher! Bei eurer Antwort müsst ihr nur mit angeben, welches der Bücher ihr gewinnen möchtet.
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Eure Antwort schickt ihr bitte an welttag_des_buches@web.de
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Betreff: Welttag des Buches / 07.04.2013

Wer zusätzlich an der Bücherverlosung teilnehmen möchte, muss dafür nicht eine zweite Email schicken. Es reicht völlig, wenn ihr am Ende eine einzige Email mit allen richtigen Antworten schickt. Einsendeschluss ist der 25. April. Den genauen Ablauf könnt ihr auch noch einmal auf dem Blog zum Welttag des Buches nachlesen.

Die Auslosung der beiden oben genannten Bücher findet dann am Montag statt. Ich drücke jedem fest die Daumen.

Morgen (08.04.2013) ist Mel mit ihrem Blog Bookrecession an der Reihe. Also nicht verpassen!.
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